Fersensporn

Ungefähr 10% der Bevölkerung weisen einen Fersensporn mit unterschiedlicher Ausprägung auf. Davon betroffen sind mehr Frauen als Männer. Häufige Ursache des Fersensporns ist der sogenannte (Knick-)Senk- Spreizfuß.

Durch eine hiermit verbundene Fehlbelastung bildet sich eine sogenannte Knochenschwiele. Aufgrund der übermäßigen oder falschen Belastung des Fußes versucht der Körper gegenzusteuern: Er lagert Kalk an den betroffenen Sehnenansätzen ein, um für mehr Stabilität zu sorgen. Es kommt zum Fersensporn, einer sichtbaren knöchernen Ausziehung. Nicht immer bereitet dieser Probleme. Oft erst dann, wenn sich das Gewebe auf Grund der Überlastung um den Knochenauswuchs herum entzündet, kommt es zu Schmerzen.


Symptome

Die auftretenden Schmerzen werden oft als stechend oder brennend beschrieben.

Sie treten meist nach längerer Belastung oder sportlichen Aktivitäten auf. Auf Grund der Schmerzen versuchen die Betroffen nur den vorderen Teil des Fußes zu belasten – es entsteht dadurch ein humpelndes Gehen mit angehobener Ferse.


Therapie

Der Fußspezialist muss mit viel Erfahrung und genauer Diagnose die Ursache und das vorliegende Stadium des Fersenschmerzes feststellen, um Fehlbehandlungen zu vermeiden.

Bei stark schmerzhaften Veränderungen wird in der Regel zunächst ein schmerzlinderndes und entzündungshemmendes Medikament gegeben.

Häufig und mit gutem Erfolg wird die Stoßwellentherapie angewandt. Hierbei werden starke Ultraschallwellen auf den schmerzhaften Bereich gegeben. In über 80% der Fälle kann mit diesem Verfahren eine Besserung der Beschwerdesymptomatik erreicht werden.

Einlagen mit entsprechenden Polsterungen können zu einer Entlastung des schmerzhaften Bereiches führen. Ebenso hat sich gezeigt, das bei einem vorliegenden Spreiz-Senkfuß Muskel kräftigende Übungen durch entsprechende Krankengymnastik Linderung schaffen können.

Nicht zuletzt werden auch gute Erfolge mit dem sogenannten kinesiologischen Taping erzielt.

Die Notwendigkeit einer operativen Therapie ergibt sich relativ selten. Falls erforderlich wird hier das sog. Denervierungsverfahren sowie das Entlastungsverfahren im Sehnen-/Faszienbereich durchgeführt.